Montag, 2. Juni 2008
Salta, la linda
Heute in 4 Wochen bin ich schon wieder zuhause :-)
Momentan nutze ich aber noch die verbleibende Zeit, um ein wenig mehr vom Land zu sehen – ich verbringe naemlich gerade viereinhalb Tage in Salta, im Norden von Argentinien.
“Salta – linda por naturaleza” (etwa “Salta, die Schoene - wegen ihrer Natur”) versprechen die Flyer der Touristenbueros und damit haben sie auf jeden Fall Recht. Die Stadt ist wirklich huebsch. Mittelpunkt ist die Plaza 9 de Julio und um sie herum sind auch fast alle Sehenswuerdigkeiten der Stadt zu finden, wie das alte Cabildo (Rathaus) oder die rosafarbene Catedral Iglesia. Viele Haueser im Land sind uebringens richtig knallig bunt gestrichen – sieht schon schoen aus und bringt Farbe in die Staedte.
Gestern habe ich an einer organisierten Tour durch den Parque Nacional Los Cardones teilgenommen. “Cardones” sind Kakteen, die mehrere Meter hoch werden und die ueberall im Park wachsen. In einigen Gebieten konnte man kilometerweit nur wuestenaehnliche Landschaften mit eben diesen Kakteen und den Bergen im Hintergrund bewundern, wirklich toll!
Der erste Teil der Strecke fuehrte jedoch durch gebirgige Landschaften, wo die Berghaenge auf Grund der Gesteinszusammensetzung rot und gruen leuchten und eine andere Kakteenart zu finden ist (wenn man genau hinsieht, bemerkt man den Unterschied). Wir waren mit 12 Personen plus Guide in einem Buesschen unterwegs. Wir haben mal wieder jede Menge gelernt, ueber die Kakteen, den Karneval in Salta, die Inka und auch, dass Lama nicht gleich Lama ist. Dass es vier verschiedene Arten, naemlich Alpacas, Vicuñas, Guanacas und eben Lamas gibt, wusste ich ja schon, aber jetzt weiss ich auch, welche wo leben und wie man sie unterscheiden kann :-) Dann haben wir auch tatsaechlich noch eine Herde wilder Guanacas gesehen und endlich habe ich sie auch fotografisch festhalten koennen (nachdem wir in Patagonien nur so an ihnen vorbeigerast sind).
Ich bin richtig stolz auf mich: Ich habe die kompletten Ausfuehrungen des Guides auf Spanisch verstanden und tatsaechlich hat mir der ein oder andere Einheimische in den letzten Tagen gesagt: “Hablas muy bien español!” :-)))
Neben mir im Bus sass ein aelteres Ehepaar aus Buenos Aires mit denen ich mich ein wenig unterhalten habe und - wie die Argentinier eben so sind – haben sie sich am Ende direkt mal mit einem “beso" verabschiedet und mir “suerte” gewuenscht – in Deutschland undenkbar.
Die Tour fuehrte uns auch durch ein paar winzige Ortschaften - naja, es waren eigentlich mehr ein paar Lehmhuetten. Zum Bauen der Haueser wurde frueher oftmals auch das Holz der Cardones verwendet. In der Provincia Salta wird nicht nur Tabak angebaut, sondern auch Paprika- und Chilischoten. Letztere werden einfach zum Trocknen in die Sonne gelegt – rot leuchtende Teppiche auf den Feldern. Wir hatten ein leckeres Mittagessen in der Sonne mit nordargentinischen Spezialitaeten. Dazu zaehlen beispielsweise Humitas und Tamales (beides ein Pueree aus Mais, Kaese, Kuerbis etc., letzteres zusaetzlich mit Rindfleisch; wird in Maisblaettern serviert), Locro und andere Cazuelas (Auflaeufe mit Fleisch. Mais. Kuerbis usw) und naturlich Empanadas.
Wir hatten waehrend der Bustour immer wieder die Gelegenheit, Fotos von der wunderschoenen Landschaft zu machen – und so habe ich es in den 3 Tagen hier schon wieder geschafft, gut 350 Fotos zu machen. Es sind auch wieder einige Postkartenfotos dabei :-D, doch das Hochladen klappt hier im Internetcafé leider nicht. Daher muesst ihr euch wohl oder uebel bis Donnerstag gedulden.
Zuletzt sind wir in dem kleinen Dorf Cachi angekommen und konnten dort ein wenig Zeit verbingen.
Auf der Tour habe ich auch ein Paerchen aus Oesterreich kennengelernt, die zufaellig morgen an der Tour nach Cafayate teilnehmen, die ich ebenfalls gebucht habe.
Das Hostel ist total ausgestorben, nur ca. 8 Leute sind zur Zeit da. So teile ich mir das 6er-Zimmer nur mit einem Maedel aus Israel. Wir waren eben zusammen in der Stadt unterwegs und sind mit der Seilbahn auf den Cerro San Bernardo gefahren. Von dort oben hat man einen tollen Ausblick ueber die Stadt. Doch als wir auf einen Café Cortado im Café auf dem Gipfel sassen, zog sich der Himmel zu und es wurde richtig kalt. Gluecklicher Weise hatten wir bereits alle Fotos gemacht, waehrend noch der blaue Himmel ueber der Stadt thronte – just in time sozusagen :-)
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2 Kommentare:
Hey Sassi!!!
Die Fotos und Berichte sind echt cool.
Der Argentinier, der bei uns in der Klasse war, meinte, du solltest dir unbedingt noch Rio de Janeiro angucken...
wenn du noch Zeit hast?!
hdl große!
Bianca
Hey Blinci,
Rio de Janeiro liegt ja gleich um die Ecke :-D Schau mal auf ne Karte, dann siehst du, dass das definitiv nicht möglich ist ;-) Aber am Wochenende steht ja noch Iguazú auf dem Plan. Danach ist schon mein letztes WE, das ich Wohl oder Übel mit Lernen verbringen darf :-(
HDL und bis ganz bald
Saskia
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